Bauern widersetzen sich Rinder-Impfpflicht

24. März 2026von 3,3 Minuten Lesezeit

Rund 30 Bauern aus dem französischen Baskenland widersetzen sich der Anordnung, ihr gesundes Vieh zu impfen. Sie gehen in die Offensive und verklagen zwei Ministerien – auch wegen der Nebenwirkungen und wegen „vorsätzlicher Tötung“ von (angeblich) infizierten Rindern.

Im französischen Südwesten, insbesondere im Baskenland und im Béarn (Département Pyrénées-Atlantiques), leisten rund 30 Rinderzüchter erbitterten Widerstand gegen die staatliche Impfpflicht gegen die Dermatose nodulaire contagieuse (DNC). Laut offiziellen Angaben breitet sich die virale Hautkrankheit Ende 2025 aus. TKP hat damals berichtet: Es ähnelt der Vogelgrippe und dem Geschäft mit der Pandemie. Ein PCR-Test reicht, gesundes Vieh wird ermordet (gegen lukrative staatliche Entschädigung für die Bauern) und eine Impfung soll helfen.

In der Region im Südwesten ordnete die Regierung eine flächendeckende Impfkampagne an. In den betroffenen Zonen ist die Impfung seit Januar 2026 obligatorisch und wird vom Staat finanziert. Bis Mitte März 2026 waren in den Pyrénées-Atlantiques bereits über 90 Prozent der Rinder geimpft. Obwohl Bauern berichten, dass die Tiere die Hauterkrankung gerade erst nach (vielleicht auch durch?) die Impfung bekommen, machen die meisten Landwirte mit. Oft erkrankt das Vieh nach der Impfung und wird dann erst recht gekeult – sagen kritische Bauern.

Aber nicht alle. Etwa 30 Landwirte aus dem Baskenland und Béarn haben sich im Kollektiv „LIBRe“ (Paysans Libres) zusammengeschlossen. Am 11. März 2026 trafen sich die Bauern zu einer Versammlung und gingen in die Offensive. Sie weigern sich, gesunde Tiere zu impfen, und haben Strafanzeige gegen die Ministerien des Innern und der Landwirtschaft erstattet. Der Vorwurf: „vorsätzliche Tötung von Tieren ohne Notwendigkeit“. Die Bauern kritisieren vor allem die Praxis, bei einem einzigen infizierten Tier den gesamten Bestand zu keulen. Hier ein Bericht dazu aus der französischen Lokalpresse.

Die Bauern kritisieren auch die massiven Nebenwirkungen des Impfstoffs, die die Behörden völlig ignorieren. Die Landwirte berichten von Nekrosen an den Einstichstellen, massiv geschwächten Tieren, die teilweise sogar verenden. Zudem gebe es Fehlgeburten und einen temporären Rückgang der Milchleistung um bis zu 15 Prozent über zwei Wochen. „Viele Kollegen haben gesehen, wie ihre geimpften Rinder an den Einstichstellen Nekrosen entwickelten. Tiere sind geschwächt, können kaum aufstehen oder fressen“, schilderte ein Landwirt. Eine andere Landwirtin berichtet, dass sie ihre Kälber an die Impfung verloren hätten. Die Bauern setzen stattdessen auf eigene Methoden: Kranke Tiere isolieren und mit dem Antiparasitikum Ivomec (Wirkstoff Ivermectin) behandeln – eine Praxis, die die Behörden als unwirksam gegen das Virus ablehnen.

Die Behörden halten dagegen: Die Impfung sei notwendig, Nebenwirkungen seien mild, Aborte oder Todesfälle seien veterinärseitig nicht bestätigt – „sicher und wirksam“. Und der Staat reagiert mit Repression: Bei Nichteinhaltung der Impfpflicht drohen Strafen von 1.500 Euro pro Betrieb plus 750 Euro pro Tier sowie ein vollständiges Bewegungsverbot für die Herde – inklusive Verbot von Verkauf, Kauf oder Transport zum Schlachthof. Das ist nicht weniger als die Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz. „Das bedeutet das totale Ende unserer Tätigkeit“, so auch ein Bauer. In den vergangenen Wochen sind bereits mehrere Betriebe mit solchen Sanktionen belegt worden.

Das Kollektiv LIBRe fordert nicht nur die Aufhebung der Impfpflicht, sondern auch eine Neubewertung der Krankheit auf europäischer Ebene. Bis 2018 sei die DNC mit 28-tägiger Quarantäne behandelt worden – eine Maßnahme, die nach Ansicht der Bauern ausreiche, da die Krankheit für Rinder relativ harmlos und für Menschen nicht übertragbar sei. Die Zwangsimpfung und Keulungen seien unverhältnismäßig und belasteten die ohnehin krisengeplagte Landwirtschaft zusätzlich.

Ob die Klage gegen die Ministerien Erfolg hat, bleibt abzuwarten. Bislang hat ein Verwaltungsgericht in Pau die Impfpflicht im Februar 2026 bestätigt. Es sind nicht viele Bauern, die sich wehren. Aber es gibt sie.

Bild „Elsss-Lothringen2020_104“ by dyfustifications is licensed under CC BY-NC-SA 2.0.

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Geimpft und getötet: Feldzug gegen Frankreichs Rinder



5 Kommentare

  1. local.man 25. März 2026 um 8:04 Uhr - Antworten

    Ich habe dazu Grok KI befragt, da ich des Franzöischen nicht mächtig bin, um mich selbst durch die Quellen zu lesen.

    Hier eine kurze Zusammenfassung der KI Antwort. Ich habe extra noch erforscht, welche Impfstoffe verwendet werden. Immerhin sind sie nicht auf mRNA Basis. Was das Fleisch/Milch dieser Tiere, wenn sie sich erholen, wenigstens nicht total unbrauchbar für den Verzehr macht.
    Die ganze Impftheorie wegen Viren ist ja mittlerweile sehr zweifelhaft und das zurecht. Es stellt sich dann aber die Frage, durch was erkranken die Tiere dort?
    Weil eine Ursache hat das immer und die ist wie beim Menschen auch natürlich in den Lebens/Ernährungsumständen zu suchen.

    Hier die KI Antwort als kurze Zusammenfassung:

    Zusammenfassung: Impfpflicht gegen Lumpy Skin Disease (DNC/LSD) bei Rindern im Gebiet des Bauernkollektivs LIBRe (Südwestfrankreich)

    Betroffene Region und Pflicht: Nur regional (nicht landesweit) in den Départements Pyrénées-Atlantiques, Gers, Teile von Haute-Garonne, Landes, Ariège etc. (Occitanie / Nouvelle-Aquitaine). Gilt ausschließlich in offiziellen „zones vaccinales“ und Rest-Überwachungszonen (per Präfektur-Erlass).
    Aktueller Stand (März 2026): Alle strengen „zones réglementées“ wurden bis 27. Februar 2026 aufgehoben (letzter Fall in Frankreich: 2. Januar 2026). In den verbliebenen Impf- und Überwachungszonen bleibt die Impfung für alle Rinder (Milch- und Fleischbestände, jedes Alter) jedoch weiterhin obligatorisch.
    Verwendete Impfstoffe (beide staatlich gestellt und finanziert):
    LSDvaccine (OBP, Südafrika) – Hauptimpfstoff
    Lumpyvax / Bovilis Lumpyvax-E (MSD Animal Health) – Zweitimpfstoff (temporäre Zulassung bis Juli 2026)

    Art der Impfstoffe: Klassische lebend-attenuierte Virusimpfstoffe (keine mRNA, keine Gentechnik). Basieren auf dem seit den 1950er-Jahren abgeschwächten Neethling-Stamm des LSD-Virus (Capripoxvirus).
    Herstellungsmethode: Traditionelle Virologie – serielle Passagen des Virus in Zellkulturen (z. B. Lamm-Nieren-Zellen, MDBK-Zellen) und embryonierten Hühnereiern. Anschließend Vermehrung, Ernte, Aufreinigung und Gefriertrocknung. Keine rekombinanten oder gentechnisch veränderten Komponenten in den zugelassenen Produkten.
    Rechtliche und fachliche Grundlage:
    LSD ist EU-Kategorie-A-Seuche → sofortige Bekämpfungspflicht (EU-Verordnung 2023/361 + nationale Anweisungen).
    Strategie: Ring-Impfung + Totalabholung infizierter Herden + Bewegungsbeschränkungen.
    Durchführung: Nur durch amtliche Tierärzte, einmalige Injektion, staatlich komplett kostenlos.

    Hintergrund des Protests: Das Kollektiv LIBRe lehnt die „vaccination forcée“ ab (Nebenwirkungen, wirtschaftliche Folgen, fehlende Freiwilligkeit) und fordert Alternativen.

    Zweite Antwort zusammengefasst zur Krankheit auf meine Frage nach Virus/Bakterium, wie übertragbar usw.

    Krankheit:
    Deutscher Name: Knötchenkrankheit (Lumpy Skin Disease, LSD)
    Französischer Name: Dermatose nodulaire contagieuse (DNC)

    Erreger:
    Ein Virus (keine Bakterien)
    Genauer Name: Lumpy Skin Disease Virus (LSDV), auch Neethling-Virus genannt
    Familie: Poxviridae (Pockenviren), Genus: Capripoxvirus (verwandt mit Schaf- und Ziegenpocken)
    Es handelt sich um ein großes, doppelsträngiges DNA-Virus.

    Auslösung / Übertragung:
    Das Virus wird hauptsächlich durch blutsaugende Insekten (Mücken, Stechfliegen, Bremsen) übertragen – wie eine „fliegende Spritze“.
    Seltener durch direkten Kontakt oder kontaminierte Gegenstände.
    Es vermehrt sich in der Haut und im Körper des Rindes und verursacht Fieber sowie die typischen schmerzhaften Hautknoten („Lumps“).

    Wichtig: Die Krankheit befällt nur Rinder und Büffel, ist nicht auf Menschen übertragbar.

  2. Jan 24. März 2026 um 16:21 Uhr - Antworten

    Viel Erfolg den Bauern!

  3. VerarmterAdel 24. März 2026 um 15:11 Uhr - Antworten

    „Rund 30 Bauern aus dem französischen Baskenland widersetzen sich der Anordnung, ihr gesundes Vieh zu impfen. Sie gehen in die Offensive und verklagen zwei Ministerien – auch wegen der Nebenwirkungen und wegen „vorsätzlicher Tötung“ von (angeblich) infizierten Rindern.“

    Wenn diese HELDEN jetzt noch verstehen, dass es keine krankmachende Viren gibt, und die Impfungen – alle Impfungen! – nicht schützen sondern krankmachen und töten sollen, dann besteht Grund zur Hoffnung, dass vielleicht doch nicht alles verloren ist.

    • rudifluegl 25. März 2026 um 1:22 Uhr - Antworten

      Das verstehen nur Adelige.
      Den hiesigen Habsburgern war ihr Verstehen auch an zu sehen.
      „Verstehen“ ist überhaupt ein zutiefst deutscher Ausdruck den eigentlich keiner braucht.
      Eine Hierarchie Keule für solche, die gerne obenauf sind und so gar nichts gestehen wollen.!

  4. Gabriele 24. März 2026 um 12:48 Uhr - Antworten

    Sicher und wirksam – schon da kommt einem das Kotzen.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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